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Publikation: „Hass im Netz“ von Ingrid Brodnig

Ingrid Brodnig ist eine österreichische Journalistin, die sich schwerpunktmäßig mit digitalen Themen auseinandersetzt. Einige Jahre schrieb sie für den Falter, mittlerweile ist sie Redakteurin beim Nachrichtenmagazin profil. Im April erschien ihr Buch „Hass im Netz – Was wir gegen Hetze, Mobbing und Lügen tun können“. Seitdem ist die Autorin in vielen Diskussionsrunden und Beiträgen zum Thema zu Gast und als Vortragende zu vielen Veranstaltung geladen. Und das zurecht, denn ihr Buch ist sehr interessant und lehrreich. 

Einerseits analysiert sie recht ausführlich, welchen „Arten“ von Hasspostern man im Internet in der Regeln begegnet und hilft dabei, sie auch quasi auf den ersten Blick zu erkennen. Danach deckt sie die verschiedenen Methoden auf, die Hassposter verwenden, um gegen Menschen online vorzugehen. Dazu gehört zum Beispiel Silencing, also Leute mundtot zu machen. Diese Methode wird besonders häufig gegen Frauen, oder spezifischer, gegen Frauen, die sich feministisch äußern, angewandt. Durch vermehrte Aggression gegen sie, verlieren viele Frauen den Mut, sich online überhaupt noch zu Dingen, die ihnen wichtig sind, zu äußern.

Einigen Platz widmet Brodnig auch dem Thema der Verbreitung von gefälschten Nachrichten. Besonders im Zusammenhang mit dem vermehrten Zuzug von Flüchtlingen entstanden hier teils unfassbare Gerüchte (Stichwort gratis Smartphones), die sich in Windeseile im Netz verbreiteten. Und als faktisch richtige Nachrichten dargestellt wurden. Brodnig weist allerdings auch darauf hin, dass es oftmals sehr schwer ist, gegen solche Falschmeldungen vorzugehen, weil sie sich einfach bis zu einem gewissen Grad selbständig machen und Kritik daran oft einfach nicht ernst genommen wird (Stichwort Lügenpresse etc.). 

Im Gegenzug dazu widmet die Autorin aber auch einen großen Teil des Buches dazu, Gegenstrategien und Vorgehensweisen gegen Hass im Netz vorzustellen. Dabei reichen ihre Vorschläge von juristischen Schritten, bis hin zu Humor, Moderation von öffentlichen Seiten bis zu digitaler Zivilcourage. 

Eine Leseempfehlung!

Bild: Brandstätter Verlag

Bild: Brandstätter Verlag

 

 

Tags:Hass im Netz, No Hate Speech Movement

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