Ich mach mir #MeinNetz widdewidde wie es mir gefällt!
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Unsere Kampagne #MeinNetz

von Christian Zoll

 

#MeinNetz – Die neue Kampagne der BJV

Für uns junge Menschen ist das Internet kein abstrakter, ferner Ort mehr. Es ist Teil unseres ganz normalen täglichen Lebens. Die Trennung zwischen on- und offline Welt ist längst keine mehr, für uns ist beides gemeinsam unser selbstverständlicher Lebensraum. Die Digitalisierung ist nicht mehr eine Utopie der Zukunft, wir sind mittendrin.

Foto: Daniel Novotny

Christian Zoll, Foto: Daniel Novotny

Diesem Umstand wollen wir, die Bundesjugendvertretung, mit  unserer Herbst-Kampagne #MeinNetz gerecht werden und brennende Themen aufs Tapet bringen. Dabei sind unsere Kernthemen Partizipation, Medienkompetenz/Medienbildung und Hate Speech – Hass im Netz.

Doch was wollen wir damit erreichen? Eine unserer zentralen Forderungen, die eigentlich alle drei Themenschwerpunkte umfasst, ist eine umfassende Medienbildung für Kinder, Jugendliche aber auch Pädagoginnen und Pädagogen. Denn für uns heißt Medienkompetenz mehr als die Fähigkeit, mit technischen Geräten umzugehen. Sie bedeutet, Medien und ihre Funktionsweise und spezifischen Eigenheiten zu kennen und kritisch hinterfragen zu können. Welchen Quellen im Internet kann ich vertrauen oder nicht? Was machen Social Media Portale mit meinen Daten? Kann das Internet veröffentlichte Dinge je wirklich vergessen?

Natürlich gibt es Gefahren im Netz, auf die man junge Menschen hinweisen muss. Cybermobbing, Missbrauch von Daten, bewusst irreführende Quellen und ähnliches sind Realität. Aber es ist nicht unser Ziel, das Internet schwarz zu malen. Ganz im Gegenteil. Junge Menschen sollen ebenso, wie sie auf Risiken hingewiesen werden, auf die Chancen des Netzes aufmerksam gemacht werden. Der eigene Blog, globale Freundschaften, Unmengen an Information und Wissen, technisches Know How um Apps zu Programmieren und vieles mehr eröffnen ganz neue Möglichkeiten und Dimensionen. Wir wollen, dass Kinder und Jugendliche in ihrer Ausbildung explizit auch damit in Kontakt kommen. Und dazu müssen in erster Linie auch Pädagoginnen und Pädagogen dazu ausgebildet werden, dass sie das gewährleisten können.

Ein weiteres, großes Anliegen unserer Kampagne ist aber auch Bewusstseinsbildung. Wir wollen junge Menschen auf die Gefahren von Hass im Netz aufmerksam machen und gemeinsam Methoden entwickeln, wie man damit umgehen könnte – das passiert zum Beispiel am 30. September beim youthIGF zu diesem Thema. Dazu werdet ihr hier bald mehr lesen. Ende Oktober wird es dann noch ein Human Rights Education Training geben, das sich an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren richtet, die ihr Know How dann an Jugendliche weitertragen werden.

Über all dem steht dann noch das Thema, das der BJV in allen Bereichen besonders am Herzen liegt. Die Beteiligung junger Menschen an politischen Prozessen. Selbiges muss auch für netzpolitische Entscheidungen gelten. Wenn es zum Beispiel um Netzneutralität geht oder um Datenschutz oder Urheberrecht, darf die Meinung und die Mitbestimmung von Jugendlichen nicht unter den Tisch gekehrt werden. Schließlich geht es um unsere digitale Welt, in der wir schon mittendrin leben. Und Entscheidungen, die unsere Zukunft, unser zukünftiges digitales Sozialleben aber auch unsere Arbeitswelten entschieden mitprägen werden. Unsere Stimme muss Gewicht haben.

Denn nicht umsonst ist einer der Slogans unserer Kampagne: #MeinNetz gehört mir!

 

Tags:BJV, Christian Zoll, Internet, Jugend